Interview mit Eric Stehfest

Alles andere als ein normales Leben

Eric und Edith Stehfest kommen am 29. September zu einer Erlebnislesung in den Weltspiegel Cottbus. FOTO: Bertram Boelkow

Cottbus. Eric Stehfest, vielen bekannt aus der Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, liest am 29. September im Weltspiegel Cottbus  aus seinem Bestseller „9 Tage wach“. Die Erlebnislesung beinhaltet nicht nur eine Reise durch Erics Leben, sondern auch den Auftritt seiner Frau, der Sängerin Edith Stehfest.

Der Live Abend rund um das Buch „9 Tage wach“ ist das erste gemeinsame Projekt des Künstlerehepaares. Die LAUSITZER WOCHE sprach mit Eric Stehfest über sein neues Leben, seine Familie, seine Projekte und auch seine Drogenabhängigkeit.

Ihr Buch „9 Tage wach“ beschäftigt sich mit ihrer Zeit der Drogenabhängigkeit und dem Zurückfinden in ein normales Leben. Wie sind Sie eigentlich in die Abhängigkeit gerutscht und wie schwer war es, da wieder herauszufinden?

 Das lässt sich nicht in wenigen Worten beantworten. Ich führe auch jetzt alles andere als ein normales Leben. Für mich stellt sich auch eher die Frage, wie ich es schaffe, mich zu entfalten, ohne mich zu betäuben.

Wie ich auch ohne Hilfsmittel den Mut aufbringe, das zu tun, was ich tun möchte. Eine der Ursachen für den Griff zu Christal Meth lag sicher daran, dass mir eine offene, freie Kommunikation in der Familie und auch mit Freunden fehlte. Sich gegenseitig zuzuhören hilft, um Krisen zu überstehen. Die Abhängigkeit war ein langer, schleichender Prozess. Mit der Droge habe ich einschneidende Erlebnisse wie ein fehlendes Elternteil oder die Abtreibung meines Kindes unterdrückt.

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