Verkauf von Grundstücken

200 Unterschriften gesammelt

Senftenberg. Knapp 200 Buchwalder sprechen sich gegen die aktuellen Grundstücksverkaufspläne der Stadt Senftenberg aus. Das geht aus einer Unterschriftenliste hervor, die sich an die Stadtverordnetenversammlung richtet, die unter anderem von Anlieger Karl-Heinz Rudel initiiert wurde.

Auch Christian Schletter hat unterschrieben. Der Wortführer einer Nachbargemeinschaft, die sich gegen das Vorhaben der Stadt zur Wehr setzt, hat inzwischen bei der Landes-Naturschutzbehörde um Unterstützung zum Erhalt der Grünanlagen gebeten.

Dabei geht um vier Grundstücke im Osten von Buchwalde, die die Stadt Senftenberg vergeben oder verkaufen will. Das Mindestangebot war in der Ausschreibung mit 120 Euro pro Quadratmeter angegeben – doppelt so hoch wie der Bodenrichtwert für diese Gegend. Die Parzellen sind zwischen 600 und 1735 Quadratmeter groß. Bei einem Verkauf würde die Stadt über eine halbe Million Euro einnehmen. Sollten die Grundstücke vergeben und bebaut werden, würden ein Weg, ein Spielplatz, Obst- und Nussbäume weichen müssen. Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) erklärt, der Spielplatz entfalle nicht ersatzlos, sondern werde in circa 150 Metern Entfernung neuer gebaut. Das Stadtoberhaupt will auch richtiggestellt wissen, dass es sich bei der Fläche um „keine naturschutzrechtlich ausgewiesene Streuobstwiese“ handelt, sondern nur um einen Obstbaumbestand. Zudem führe durch das Wohngebiet kein Wanderweg, der weichen soll. Es handele sich um einen normalen Gehweg. Wer ihn nutze, könne zukünftig auf einem fast parallel laufenden öffentlichen Bereich gehen.

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