Berlin

Puffer bei der Finanzierung einplanen

Ein gutes Protokoll kann helfen, im Bauprozess den Überblick zu behalten. Andernfalls geraten Kleinigkeiten aus dem Blick. FOTO: Marko Priske/Bauherren-Schutzbun / Marko Priske

Berlin. Damit beim Hausbau keine unangenehmen Überraschungen entstehen, sollten die Bauherren schon vorsorglich zeitlichen und finanziellen Puffer einplanen und Überraschungen so vorbeugen.

Das eigene Haus ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Pannen bei diesem Projekt rauben nicht nur den letzten Nerv, sondern kommen angehende Wohneigentümer auch teuer zu stehen. Bauschäden verursachen im Schnitt rund 84 000 Euro Kosten, das sind rund 55 000 Euro mehr als vor gut zehn Jahren, wie aus dem, im Auftrag des Bauherren-Schutzbunds (BSB) erstellten, Bauschadenbericht hervorgeht. Bauherren und Käufer können aber vorbeugen.

Zeitverzug und Ausgaben für die Schadensbeseitigung gehören nach Auskunft von BSB-Geschäftsführer Florian Becker zu den größten Belastungen des Baubudgets. Beides schlägt direkt auf die Finanzierung durch. „Verzögerter Umzug, weiterlaufende Miete, zahlen von Bereitstellungszinsen an die Bank, weil sich Abnahme und Schlussrechnung nach hinten schieben“, listet Florian Becker auf.

Hinzu kommt, dass künftige Eigentümer Schäden oft zunächst auf eigene Kosten beheben lassen wollen, um einen Stillstand zu vermeiden. Die zusätzlichen Ausgaben können sie sich im besten Fall zwar hinterher von der ursprünglichen Baufirma zurückholen. Aber: Das Geld, um einen anderen Handwerker zu beauftragen, muss man erst einmal haben.

Abgesehen davon müssten rechtliche Voraussetzungen beachtet werden. Auch das Honorar für einen Anwalt streckt der angehende Eigenheimbesitzer erst einmal vor. Rechtsschutzversicherungen greifen oft nicht. „Nahezu alle schließen Baustreitigkeiten aus oder decken nur einen extrem niedrigen Streitwert ab“, erklärt Becker.

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