AfD erstmals im Parlament

Kreistag mit neuem Kräfteverhältnis

Bis zur letzten Sekunden haben auch die Wahlhelfer Klaus Ebeling (r.), Sven Laubert und Wahlleiter Carsten Henkel (l.) dafür gesorgt, dass im Wahlbüro im Senftenberger Rathaus alles ordnungsgemäß vonstatten geht.FOTO: Peter Aswendt

Senftenberg. Die etablierten Parteien verlieren viele Stimmen. Die AfD zieht erstmals ins Parlament.

Für Martina Gregor-Ness, die Vorsitzende des Kreistages Oberspreewald-Lausitz, ist der Wahlsonntag ein „Wechselbad der Gefühle“ gewesen. Die starken Ergebnisse von AfD und Grünen bei der Europawahl, gepaart mit den schwachen Werten der Sozialdemokraten, ließen aus Sicht der SPD-Politikerin auch nichts Gutes für den Kreistag erahnen. Am Ende kommt ihre Partei mit einem blauen Auge davon, bleibt stärkste Kraft, muss mit 21,5 Prozent aber im Vergleich zu 2014 ein Minus von fast acht Prozentpunkten verkraften.

Für Silvio Wolf, der Kreisvorsitzende der AfD, ist das Ergebnis „sehr, sehr zufriedenstellend. Dass es so enorm wird, damit haben wir nicht gerechnet“. Erstmals wird seine Partei im Kreistag vertreten sein. Mit 19,6 Prozent stehen der AfD zehn Sitze zu und damit nur einer weniger als der SPD.

Drittstärkste Kraft ist die CDU mit 19,5 Prozent und künftig noch zehn statt 14 Sitzen. „Ja, wir haben uns das anders gewünscht“, räumt die Kreisvorsitzende Roswitha Schier ein. Die Arbeit im Kreistag werde freilich nicht einfacher werden.

Landrat Siegurd Heinze (parteilos) ist zuversichtlich, dass die gute Arbeit der letzten fünf Jahre fortgesetzt werden kann, „wenn jeder dazu willens ist und seinen Beitrag dazu leistet“.

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